Verleihung des Robert Jungk Preises 2009 am 8. Dezember im Düsseldorfer Ständehaus

Die Freude war riesig, als Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich die Robert Jungk Preisträger 2009 bekannt gab. Sechs Projekte wurden mit Haupt- oder Sonderpreisen bedacht, weitere 23 Bewerber als Zukunftsprojekt ausgezeichnet.  

» Fotos der Preisverleihung

» Begrüßungsrede von Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich

 

Das Interesse an der Preisverleihung übertraf die Erwartungen deutlich. Rund 400 Gäste, Projektträger sowie Medienvertreter waren gekommen, um der Verleihung des bedeutenden Zukunftspreises beizuwohnen.

Der Robert Jungk Preis wurde bereits zum sechsten Mal vergeben. Unter der Überschrift „Wie wollen wir leben?“ suchten die Auslober – das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, das Städte-Netzwerk NRW und die Robert Jungk Stiftung Salzburg – sowie weitere Partner spannende Zukunftsprojekte im Quartier. Über 270 Projekte hatten sich auf den mit insgesamt 23.000 Euro dotierten Preis beworben. Eine hochkarätig besetzte, 18-köpfige Jury wählte schließlich 29 Zukunftsprojekte anhand der der Kriterien Bürgerschaftliches Engagement (Beteiligung), Konkretheit, Innovation, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit aus. 

Hauptpreis: 1. Preis
Bernhard Lienkamp und Dr. Hermann Mesch nahmen für den Arbeitskreis Milter Bürger den mit 6.000 Euro dotierten 1. Preis entgegen. Engagierte Bürger des Dorfes Milte im Kreis Warendorf setzen sich im Rahmen verschiedener Projekte dafür ein, die Zukunft des Dorfes – mit Blick auf die Herausforderungen des demografischen Wandel – selbst in die Hand zu nehmen.

Hauptpreis: 2. Preis
„Tschüss, bis nächsten Mittwoch“ ist eine Kooperation der Ganztagshauptschule Vorhalle mit dem Wohnhaus Kirchbergstraße (Bethel vorOrt) in Hagen und Träger des 2. Preises in Höhe von 4.000 Euro. Jeden Mittwoch treffen sich Schüler der Klasse 6 und rund 15 Erwachsene mit zum Teil schwersten Mehrfachbehinderungen, um gemeinsam Sport zu treiben. Mittlerweile hat sich das Projekt über die gemeinsame Sportstunde hinaus entwickelt.

Hauptpreis: 3. Preis
Den dritten Preis teilen sich die Bürgerstiftung Rheinviertel in Bonn und die Genossenschaft Fundus im Stadtbezirk Köln-Chorweiler. Beide erhalten 2.500 Euro für besonderes Engagement in ihrem Stadtteil. 

Sonderpreis „Nachbarschaft stärken – Grenzen überschreiten“ der » EUREGIO und » Euregio Rhein-Waal
Den 1. Sonderpreis in der Kategorie „Grenzen überschreiten – Nachbarschaften stärken“ in Höhe von 2.000 Euro erhält die Lebenshilfe Unterer Niederrhein zusammen mit dem Sportinstitut-Gehandicapten de Liemers aus Diidam/Niederlande. Hier steht der grenzüberschreitende Spaß am Sport im Mittelpunkt.

Vier zweite Preise und damit ein Preisgeld von je 750 EUR erhalten die Projekte "Grenzüberbrückendes Leben im Alter" in Bocholt-Suderwick / Dinxperlo (Projektträger: Ev. Johanneswerk e.V.), "Kock-Gelände" in Steinfurt-Borghorst (Projektträger: Heinrich Neuy Bauhaus Museum e.V.), "Deutsch-Niederländische bilinguale Grundschule in Kranenburg / Groesebeek" (Projektträger: GGS Christopherusschule Kranenburg) und die Städtepartnerschaft Groesbeek-Kranenburg-Ubbergen-Koermend.

Kunstpreis „Mut machen, etwas Besonderes zu wagen“ der ehemaligen Robert Jungk Sonderpreisträger Theater Total aus Bochum, Circus Schnick Schnack aus Herne, die Orchesterakademie Remscheid-Solingen, KUK Meinerzhagen-Kierspe und Werk°Stadt Witten.
Den mit 3.000 Euro dotierten Kunstpreis erhält das KunstCafé EinBlick – ein soziales Arbeits- und Integrationsprojekt in Kaarst.

Eine Auszeichnung haben erhalten:

Altena – eine Stadt für alle Generationen, Altena

Ehrenamtlich geführte Stadtteilbibliothek Baumheide, Bielefeld

Väter-Netzwerk, Bonn

Träum’ weiter, Dortmund

Wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement Dortmund Scharnhorst-Ost, Dortmund

Cafe International, Düren

Alternatives Wohnprojekt der Generation 50plus mit verbindlicher Quartiersarbeit, Düsseldorf

Gerresheimer Glas – Facetten eines Stadtteils, Düsseldorf

Integration durch Sport beim BV Altenessen 06, Essen

Caritas Nahversorgungskonzept „Carekauf“, Gelsenkirchen

Deutsch-Türkisches Netzwerk, Herford

DORV-Zentrum GmbH, Jülich

Migranten mischen mit, Lippstadt

Verkehrskindergarten, Recklinghausen

NIRO – soziale Beziehungen als Ressource für die regionale Erneuerung, Unna

Zukunft Gartenvorstadt, Unna

Nachbarn für Nachbarn, Wuppertal

Nordbahntrasse, Wuppertal

Treppenkunst in Wuppertal-Ostersbaum, Wuppertal

 

 

 


Fotos zum Thema: Mit Engagement den demografischen Wandel gestaltenFotos zum Thema: Mit Engagement den demografischen Wandel gestaltenFotos zum Thema: Mit Engagement den demografischen Wandel gestalten